"Das ist ungerecht!"
Immer noch liegt der Bruttodurchschnittslohn von Frauen 16 Prozent unter dem der Männer. Bei zentralen Protestkundgebungen in Frankfurt und Jena sowie kleineren Aktionen an anderen Orten forderte der VdK ein Ende der ungleichen Bezahlung.

Seit Jahren schon beteiligt sich der VdK Hessen-Thüringen am Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. Dieses Jahr hat der Verband zu zwei zentralen Kundgebungen auf dem Jenaer Holzmarkt und an der Frankfurter Hauptwache aufgerufen. Aber auch an anderen Orten fanden beeindruckende Aktionen der VdK-Frauen statt.
Strukturelle Ungerechtigkeiten beseitigen
Zahlreiche Vertreterinnen von Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen nahmen an den VdK-Veranstaltungen teil und forderten, wofür sich auch der VdK einsetzt: neben einer gleichen Bezahlung vor allem die strukturellen Ungerechtigkeiten zu beseitigen, die bis heute zu einer Benachteiligung von Frauen in der Arbeitswelt führen.
In ihrer Ansprache bei der Protestveranstaltung des Sozialverbands in Frankfurt forderte die stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Dr. Daniela Sommer, endlich die Lohnlücke zu schließen und Frauen und Männern für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn zu zahlen. „Es reicht, dass Frauen schlechter bezahlt werden“, rief sie den Passantinnen und Passanten an der Hauptwache zu. „Die strukturellen Ungerechtigkeiten, die zu einer Benachteiligung von Frauen in der Arbeitswelt führen, müssen beseitigt werden.“
Unter dem Applaus der rund 100 Kundgebungsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die zum Teil aus Nord-, Mittel- und Südhessen angereist waren, sprach Daniela Sommer auch ein für die weiblichen VdK-Mitglieder sehr wichtiges Thema an: „Frauen, die ihr Leben lang gearbeitet haben – im Beruf, in der Familie, in der Pflege von Angehörigen –, stehen am Ende mit einer Rente da, die kaum zum Leben reicht. Das ist kein individuelles Versagen, das ist strukturelle Ungerechtigkeit.“










