Kategorie Gesundheit Gesundheitsvorsorge

Sommerliche Hitze: So bleiben Sie cool

Schon ein heißer Tag ohne nächtliche Abkühlung kann Experten zufolge die Gesundheit ernsthaft belasten. Mit den folgenden Tipps bleiben Sie und Ihre Angehörigen auch im Sommer gesund!

Thermometer vor strahlender Sonne und blauem Himmel
© batuhan toker/istockphoto

Gerade für ältere Menschen können anhaltende Temperaturen über 30 Grad ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es in den Sommern 2023 und 2024 jeweils etwa 3.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. Hitzeopfer waren demnach vor allem Menschen über 75 Jahre mit Vorerkrankungen wie Demenz, Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen.

Laut der RKI-Analyse können schon einzelne heiße Tage - wenn auch nachts keine Abkühlung erfolgt - , zu einer Erhöhung der Sterblichkeit führen, warnt das Bundesumweltamt. Dies gelte für Tage, an denen Tag- und Nachtwerte zusammengerechnet eine mittlere Temperatur von über 20 Grad ergeben. Bleibe es mehrere Tage in Folge heiß ohne nächtliche Abkühlung, steige die Sterblichkeit weiter an, bis sie nach drei bis vier Tagen ein gleichbleibend hohes Niveau erreicht habe. Das Problem wird sich aus Sicht des Umweltbundesamts aufgrund des Klimawandels noch weiter verschäften.

Rechtzeitig vorbereiten

Wie jede und jeder, aber insbesondere Menschen ab 65 Jahren, Hitzebelastungen und den damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren vorbeugen können, haben beispielsweise die Experten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit auf der Externer Link:Website "Klima Mensch Gesundheit" zusammengefasst. Hier finden sich auch hilfreiche Tipps, wenn Sie Kontakt zu Menschen über 65 Jahre haben oder diese betreuen. 

An erster Stelle steht dabei die aktuelle Information: Wer weiß, wann es heiß wird, kann sich entsprechend vorbereiten, lautet etwa ein Ratschlag der Experten. Spätestens ab einer gefühlten Temperatur von 32 °C sollte verstärkt auf Hitzeschutz geachtet und älteren Angehörigen verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht online Hitzewarnungen für Tage, an denen die Hitze zu einer Gefahr für die Gesundheit werden kann (Externer Link:Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes). 

Körper und Räume kühlen

Empfehlungen für eine passende Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Hinweise auf Möglichkeiten, den Körper zu kühlen, aber auch ein angenehmes Raumklima zu schaffen und trotz Wärme gut zu schlafen, ergänzen das Informationsangebot. Erläutert wird darüber hinaus, was bei der Lagerung von Arzneimitteln in Hitzeperioden zu beachten ist, welche Beschwerden Anzeichen einer Hitzeerkrankung sein können und bei welchen Symptomen umgehend der Rettungsdienst (Telefonnummer 112) gerufen werden sollte, da es sich möglicherweise um einen lebensbedrohlichen Hitzeschlag handelt.

Auf Ältere achten

Einem Appell des UBA möchte sich der VdK unbedingt anschließen: Achten Sie während einer Hitzewelle auf ältere Menschen in Ihrem Umfeld und auf Ihre Angehörigen - auch wenn ein Haus-Notruf-System vorhanden ist. Da die Wärmeempfindlichkeit und das Durstgefühl bei älteren Menschen oft eingeschränkt sei, so das UBA, bestehe das Risiko, dass sie die Situation nicht richtig einschätzen und infolgedessen den Notruf nicht rechtzeitig betätigen. 

Älteren, kranken oder alleinlebenden Personen an heißen Tagen Hilfe anzubieten - etwa beim Einkauf von Getränken und Lebensmitteln - oder sich einfach nach ihrem Wohlbefinden zu erkundigen und bei einer gesundheitlichen Verschlechterung zu reagieren, ist eine unschätzbare Hife, um Hitzeschäden zu vermeiden.