Immer mehr Pflegebedürftige beantragen Sozialhilfe
Die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege sind im dritten Jahr in Folge gestiegen und beliefen sich 2025 auf sechs Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 13,3 Prozent.

Sozialamt springt ein
Pflegebedürftige können diese finanzielle Leistung beim Sozialamt beantragen, wenn Einkommen und Rente nicht ausreichen, um die Kosten der Pflege zu bestreiten. Das betrifft vor allem Pflegebedürftige, die in einer Einrichtung leben. Sie sind immer häufiger auf Hilfe zur Pflege angewiesen. Denn nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, auch die Kosten für ihre Versorgung werden immer höher.
Explodierende Heimkosten
Grund ist der steigende Eigenanteil, den Pflegebedürftige trotz Pflegeversicherung für ihren Aufenthalt im Heim bezahlen müssen. Aktuell beläuft er sich auf 3.364 Euro im Monat. Das bedeutet allein seit Jahresbeginn einen Anstieg um 119 Euro. Kein Wunder, dass viele Familien diese Kosten aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren können und zum Sozialamt gehen müssen.
Belastung für die Kommunen
Laut einer Studie der DAKkurz fürDAK-Gesundheit ist mittlerweile etwa jeder dritte Heimbewohner auf Hilfe zur Pflege angewiesen. In der Regel müssen die Kommunen einspringen, wenn Senioren die Heimplätze nicht mehr selbst bezahlen können. Deren Ausgaben für diese Leistung machen aktuell knapp 28 Prozent der Gesamtausgaben für Sozialhilfe aus. Der Deutsche Städtetag kritisiert, dass "das Sozialamt zur Regelfinanzierung der Pflege wird" und fordert daher, den Eigenanteil in den Pflegeeinrichtungen zu deckeln.