Bericht vom VdK-Landestreffen auf dem Hessentag 2026 in Fulda mit Bilder
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Der VdK Ortsverband Pfungstadt bot eine Busfahrt zum VdK-Landestreffen 2026 auf den Hessentag 2026 in Fulda am Samstag dem 20. Juni 2026 an.
Die VdK-Familie kam wieder zum traditionellen Landestreffen auf dem Hessentag zusammen, der 2026 in Fulda stattfand. Mit dabei: mehr als 1000 Mitglieder aus vielen hessischen Landesteilen, zehn besonders aktive Ehrenamtler, der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein und VdK-Präsidentin Verena Bentele.
In seiner Ansprache hob der Landesvorsitzende die Bedeutung der Kommunen für die Schaffung und Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur hervor: "Hier leben die Menschen, hier werden Gesetze und Reformen konkret umgesetzt“, sagte Paul Weimann. Vor allem Pflege müsse zur Pflichtaufgabe in der kommunalen Daseinsvorsorge werden.
Dringender Appell an die Landesregierung
86 Prozent der rund 423.000 Pflegebedürftigen in Hessen werden in den eigenen vier Wänden gepflegt: Würde nicht schnellstens mehr barrierefreien Wohnraum geschaffen und eine bessere Unterstützung für pflegende Angehörigen gewährleistet, werde das System kollabieren, warnte Weimann. In diesem Sinne appellierte er an den anwesenden Ministerpräsidenten Boris Rhein, bei der anstehenden Novellierung der hessischen Bauordnung Barrierefreiheit als Standard im Landesbaurecht zu verankern und sich dafür einzusetzen, dass durch die geplante Pflegereform auf Bundesebene die Rechte von Betroffenen und ihren Angehörigen gestärkt und nicht geschwächt würden.
Auch VdK-Präsidentin Verena Bentele hob in ihrer Rede die Bedeutung der Kommunen hervor: Unter ihrem Dach sollten in Zukunft Beratung, Versorgung und Entlastung von Pflegebedürftigen und deren Familien zusammengeführt werden. Voraussetzung sei allerdings, dass die Finanzierung der kommunalen Pflegeausgaben durch Bund und Länder dauerhaft sichergestellt werde. Um die Pflegeversicherung langfristig stabil zu halten, schlägt der VdK unter anderem die Verschmelzung von privater und sozialer Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung vor. Da die Leistungen beider Versicherungen gleich seien, wäre das ohne allzu großen Aufwand machbar, erklärte Bentele.
Mehr Unterstützung statt Leistungskürzungen
Generell müsse der Zugang zu Leistungen des Sozialstaats vereinfacht werden, forderte die VdK-Präsidentin - und entsprechend Reformen, die die Situation der Menschen verbesserten und nicht verschlechterten. Weniger Bürokratie bedeute weniger Verwaltungsaufwand und -kosten. Sie kritisierte, derzeit werde vorrangig über Kürzungen nachgedacht. Pflegebedürftigkeit verschwinde aber nicht dadurch, dass die Betroffenen weniger Leistungen erhielten, sondern dadurch, dass man ihr frühzeitig mit Unterstützung begegne.

























