Kategorie Ortsverband Garbenheim
Datum

Bericht zur Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Veranstaltungsinformationen

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Datum
Uhrzeit Uhr

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Ort
Evangelische Kirche
35583 Wetzlar-Garbenheim
Ehrenmal
Ehrenmal © Edgar Reinhardt

Der Gedenktag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Deutschland wird traditionell zwei Sonntage vor dem ersten Advent der Volkstrauertag begangen. Die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung fand um 12:00 Uhr hinter der evangelischen Kirche statt.  

In Deutschland ist der Volkstrauertag ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. 1919 wurde der Volkstrauertag vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des 1. Weltkriegs vorgeschlagen und 1922 in Deutschland zur Erinnerung an die Kriegstoten und Opfer des Krieges eingeführt. Heute ist der Volks-trauertag ein bundesweiter Gedenktag für die Kriegstoten der beiden Weltkriege und die Opfer von Gewaltherrschaft und Terror auf der ganzen Welt.

Am Sonntag dem 16.11.2025 haben Vertreter des Ortsbeirates Garbenheim, des VdK Garbenheim, Angehörige beider Kirchengemeinden und Mitglieder des Bundes der Vertriebenen bei einer Gedenkfeier an die gefallenen und vermissten Garbenheimer Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges und der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Der Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Garbenheim, Gerald Thamm, begrüßte die Anwesenden und zeigte sich sehr erfreut über die große Anteilnahme an der Gedenkfeier.

Die Ortsvorsteherin Ingeborg Koster erinnerte in ihrer Ansprache an das Ende des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren, in dem rund 3,5 % der damals lebenden Weltbevölkerung ums Leben gekommen war. Der Volkstrauertag, so die Ortsvorsteherin, erinnert an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror und bietet uns heute noch die Gelegenheit, gemeinsam mit jenen zu gedenken, die den 2. Weltkrieg und das Kriegsende 1945 selbst erlebt haben. Der Volkstrauertag schlägt eine Brücke zwischen den Hinterbliebenen und den Toten. Er erinnert nicht nur an die Opfer vergangener Kriege, sondern soll daran appellieren, sich den Ursachen von Gewalt und Konflikten gemeinsam entgegenzustellen. In einer Welt, in der in Europa erneut ein Krieg tobt und in einer Zeit, in der unsere Demokratie auch in Deutschland von innen und außen bedroht wird, macht dieser Gedenktag deutlich, dass der Frieden in der Welt keine Selbstverständlichkeit ist. Er mahnt uns gemeinsam für eine friedliche Zukunft einzutreten und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Nachfolgend erinnerte der Vorsitzende des BdV, Kuno Kutz, an das Schicksal der vielen Heimatver-triebenen und Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg und ging ebenfalls auf die weltpolitische Lage ein in der sich Flucht und Vertreibung wiederholt.

Frau Pfarrerin Wehrenbrecht hob in ihren Ausführungen gleichfalls die derzeitigen Krisenherde in der Welt hervor und schloss die Gedenkfeier mit einem Gebet.

Die Kranzniederlegung erfolgte durch die Ortsvorsteherin Ingeborg Koster und den Vorsitzenden des VdK Gerald Thamm.

Im Anschluss an die Gedenkfeier am Ehrenmal bei der evangelischen Kirche begleiteten die Anwesen- den Vorsitzenden des BdV Kuno Kutz zum Garbenheimer Friedhof. Hier legte Kuno Kutz am Denkmal für die Vertriebenen einen Kranz nieder.