Kategorie Kreisverband Melsungen

Soziale Sicherheit, Rente und Gesundheitsreformen im Fokus des Austauschs mit dem VdK

Treffen mit P- Rottwilm
von links: Bernd Hohlbein, Philipp Rottwilm, Franz-Josef Pastoors © Philipp Rottwilm

Gemeinsam mit Franz-Josef Pastoors, Vorsitzender des VdK-Kreisverbands Fritzlar-Homberg, sowie Bernd Hohlbein vom Kreisverbandsvorstand Melsungen hat sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Philipp Rottwilm über die aktuelle soziale und wirtschaftliche Lage ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zukunft der gesetzlichen Rente, Reformen im Gesundheitswesen sowie die Verunsicherung vieler Menschen angesichts wirtschaftlicher Entwicklungen.

„Die Menschen haben Angst um ihre Arbeitsplätze und fragen sich, ob ihre Rente später sicher und ausreichend sein wird“, sagte Rottwilm. Gleichzeitig betonte er: „Wir brauchen wieder mehr Verlässlichkeit und Orientierung.“

Die Vertreter des VdK übten deutliche Kritik an bestehenden Ungleichheiten im Sozial- und Gesundheitssystem. Der Verband forderte Reformen, die insbesondere kleinere und mittlere Einkommensgruppen entlasten. Kritisch verwiesen die VdK-Vertreter auf gestiegene Medikamentenzuzahlungen, die vor allem chronisch kranke Menschen belasteten. Zudem wurde über mögliche Strukturreformen im Gesundheitswesen sowie die Frage diskutiert, ob die Vielzahl gesetzlicher Krankenkassen noch zeitgemäß sei. Philipp Rottwilm betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung eines verlässlichen und bezahlbaren Gesundheitssystems. Der VdK sprach sich außerdem dafür aus, private Versicherungen künftig stärker in die solidarische Finanzierung einzubinden.

Auch die Alterssicherung war ein zentrales Thema des Austauschs. Dabei bestand zwischen den VdK-Vertretern und dem Bundestagsabgeordneten Einigkeit darüber, dass eine langfristig stabile Altersvorsorge auf mehreren Säulen beruhen müsse. „Wir brauchen eine gute gesetzliche Rente, eine starke betriebliche Altersvorsorge und dort, wo es möglich ist, auch private Vorsorge“, erklärte Rottwilm.

Darüber hinaus informierten die VdK-Vertreter über die geplante Zusammenlegung der drei Kreisverbände im Schwalm-Eder-Kreis, die gemeinsam mehr als 10.000 Mitglieder vertreten werden.

Abschließend unterstrich Rottwilm die Bedeutung eines starken Sozialstaats: „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten müssen wir den Menschen Sicherheit geben – bei Arbeitsplätzen, Gesundheitsversorgung und Rente.“