Kategorie Frauen Soziale Gerechtigkeit

Equal Pay Day 2026 – Gemeinsam mit dem VdK für gerechte Löhne!

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern verharrt mit 16 Prozent bundesweit weiter auf hohem Niveau. Am 27. Februar protestieren die VdK-Frauen in Frankfurt und Jena gegen die Lohnungerechtigkeit. Kommen Sie vorbei und machen Sie mit.

Illustration bestehend aus dem Frauen-Logo, einem Euro-Zeichen und dem Männer-Logo

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der VdK mit großen Kundgebungen in Frankfurt und Jena am Equal Pay Day, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. Alle Frauen sind aufgerufen, sich am 27. Februar gemeinsam kämpferisch zu versammeln, um auf die ungleiche Bezahlung aufmerksam zu machen und eine faire Entlohnung einzufordern.

Niedriger Verdienst erhöht das Risiko von Altersarmut

Bereits während des Erwerbslebens liegt der Lebensstandard von Frauen aufgrund geringerer Einkommen häufig unter dem von Männern. Diese Ungleichheit setzt sich bis ins Alter fort: Ein niedriger Verdienst führt zu geringeren Rentenansprüchen und erhöht damit das Risiko von Altersarmut.

Besonders betroffen sind alleinerziehende Mütter. Aufgrund familiärer Verpflichtungen arbeiten sie häufig in Teilzeit, erzielen geringere Einkommen und erwerben entsprechend niedrige Rentenansprüche.

Wann und wo?

Freitag, 27. Februar 2026, 1214 Uhr

Holzmarkt 
Jena 
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An der Hauptwache 
Frankfurt am Main
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Was fordert der VdK?

  • Stärkung tarifgebundener Arbeitsverträge: Flächendeckend geltende Tarifverträge schaffen transparente und verlässliche Regelungen und sind ein zentrales Instrument zur Schließung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.
  • Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde: Ein höherer Mindestlohn schützt vor Altersarmut. Der derzeitige Mindestlohn reicht nicht aus, um das Existenzminimum zu sichern und den Niedriglohnsektor wirksam zu überwinden.
  • Flächendeckend kostenfreie Kinderbetreuung: Kostenfreie Betreuungsangebote ermöglichen Frauen nach Familienphasen einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf und verhindern rentenschädliche Erwerbsunterbrechungen. Insbesondere Alleinerziehende und Geringverdienende sind auf eine kostenfreie Kinderbetreuung angewiesen, um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu eröffnen.
  • Ausbau der Brückenteilzeit und ein universelles Rückkehrrecht in Vollzeit: Teilzeit darf keine Armutsfalle sein. Das Rückkehrrecht in Vollzeit gilt bislang nur für Betriebe mit mindestens 45 Beschäftigten – dabei sind 90 Prozent der Betriebe kleiner. Diese Einschränkung muss aufgehoben werden. Es braucht ein allgemeines Rückkehrrecht, das Beschäftigte stärkt und Fachkräftepotenziale für Unternehmen sichert.
  • Soziale Absicherung aller Beschäftigungsverhältnisse und eine entsprechende Anpassung der Regelung zu Minijobs: 56,1 Prozent der 6,76 Millionen Menschen mit Minijobs im gewerblichen Bereich sowie 87 Prozent der 258.000 in Privathaushalten sind Frauen. Minijobs im Niedriglohnsektor müssen durch gut bezahlte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ersetzt werden, um Einkommen zu sichern, soziale Ungleichheit abzubauen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern.
  • Rente gerecht gestalten: Das Rentenpaket erkennt zwar drei Jahre Kindererziehungszeit für alle Kinder an, doch das allein reicht nicht aus, um Altersarmut zu verhindern. Der VdK fordert daher einen Freibetrag in der Grundsicherung in Höhe eines halben Regelsatzes (aktuell 281,50 Euro). Kindererziehung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss finanziell wirksam anerkannt werden.
  • Mehr Zeit zum Pflegen – ohne finanzielle Sorgen: Pflegende Angehörige – vor allem Frauen – sind besonders von Altersarmut bedroht, da Pflege und Familienarbeit häufig zu Erwerbsunterbrechungen oder Teilzeit führen. Sie benötigen deshalb eine Lohnersatzleistung nach dem Vorbild des Elterngeldes sowie eine bessere Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten und die Förderung mobilen Arbeitens. Ein verbindliches Rückkehrrecht in Vollzeit ist dabei unerlässlich.