Kategorie Ortsverband Wenings

Ansprache zum Volkstrauertag

Kranzniederlegung am Ehrenmal in Wenings.
© Bernhard Weiser

Wir stehen heute hier am Ehrenmal in Wenings – an einem Ort, an dem Namen in eiserne Tafeln gegossen sind. Namen von Menschen, die einst Teil dieser Gemeinschaft waren: Väter, Söhne, Brüder, Nachbarn. Menschen, die Hoffnungen, Träume und Pläne hatten – so wie wir.

Wir erinnern an ihr Leid, an den Schmerz der Familien, und daran, dass Krieg niemals weit weg ist – er geschieht immer in Herzen und Häusern.

Und auch heute, mitten in Europa, ist dieser Schmerz wieder spürbar. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine zeigt uns, wie zerbrechlich Frieden ist. Wieder verlieren Menschen ihre Heimat, ihre Zukunft, Menschen sterben. Und viele von uns kennen selbst Geflüchtete, die nun hier bei uns Schutz suchen.

Darum ist unser Gedenken nicht nur Rückblick.

Es ist Mahnung.

Es ist Verantwortung.

Frieden entsteht nicht von selbst. Er wächst dort, wo wir einander zuhören, wo wir nicht wegsehen, wo wir für Menschlichkeit eintreten.

Lasst uns heute nicht nur trauern – sondern auch dankbar sein. Dankbar für den Frieden, den wir hier in Wenings erleben dürfen. Und lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass auch unsere Kinder und Enkel in einer Welt leben, in der Konflikte mit Worten gelöst werden – und nicht mit Waffen.

Möge dieses Ehrenmal uns wachhalten.

Möge das Erinnern uns stärken.

Möge aus Trauer Hoffnung werden.

Für alle Opfer von Krieg, Terror und Gewalt legt der VdK-Wenings diesen Kranz nieder.